| Herren I holen das Double! |
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Letzten Sonntag gelang den Herren I der große Coup: Die Jungs konnten dem Aufstieg noch das Sahnehäubchen aufsetzen und holten vor heimischer Kulisse souverän den Bezirkspokal. Nach Absage des ursprünglichen Veranstalters bot sich für den TV die einmalige Gelegenheit, die Austragung der Endrunde nach Erlangen zu holen. Diesen Motivationsschub im Rücken begrüßte man die sieben Wettbewerber aus Rednitzhembach, Neunkirchen, Feuchtwangen, Windsbach, Baiersdorf-Marloffstein und Neustadt/Aisch in der Heinrich-Kirchner-Halle. Zwei Felder und transparente Organisation versprachen eine straffe Turnierdurchführung.
Die Zusammensetzung des Pools ließ die TVler schon von Anfang an hoffen, eine sehr gute Platzierung zu erreichen. Dementsprechend wollte man kein Risiko eingehen und ab dem ersten Ball mit Durchsetzungsvermögen, aber ohne Experimente spielen. Im ersten Spiel des Turniers stand der TV dem ehemaligen Ligakollegen TSV Neunkirchen I gegenüber. Ohne sich beirren zu lassen, zogen die Erlanger ihr Spiel durch. Eine in weiten Teilen vorbildliche Annahme und der damit mögliche druckvolle Angriff ließen dem Gegenüber bei einem Endstand von 25:8 und 25:16 nicht den Hauch einer Chance. Etwas mehr zu kämpfen hatte man im zweiten Spiel gegen den TSV Windsbach. Eigenfehler und eine träge Abwehr überließen dem Gegner sogar kurzzeitig die Führung. Schließlich konnte der TV aber in den entscheidenden Momenten Akzente setzen und den zweiten Sieg mit 25:17 und 25:21 für sich verbuchen. Das Finale wiederum ließ von Anfang an keine Zweifel aufkommen: Ein sauberer Spielaufbau und starke Einzelaktionen im Angriff besiegelten bei einem Endstand von 25:10 und 25:13 den Pokalsieg. Mit diesem Erfolg endet nun endgültig die Spielzeit dieser Saison und es ist Zeit, noch einmal Bilanz zu ziehen: Im Mai 2009 -nach nur drei Wochen Pause- startete das Team, wie in der Vorsaison noch etwas wackelig auf den Beinen, aber hochmotiviert in die Vorbereitung. Trainer Hamed Ramezanali legte von Anfang an großen Wert auf die Einhaltung seines systematischen Trainingsplanes, der zum Ziel hatte, das Spiel der Mannschaft in allen Bereichen auf Landesliga-Niveau zu bringen. So stürzte man sich in die harte Konditionsphase, die in bewährter Manier von TV-Vital-Trainer Alex Mahnke ausgearbeitet und geleitet wurde. Trotz aller Mühen war das Training jederzeit bestens besucht. Nach einigen Wochen harter Arbeit begann der fließende Übergang in die Technikphase, in der den Spielern Gelegenheit gegeben wurde, sich auf die Basistechniken zurückzubesinnen und diesen den nötigen Schliff zu verpassen. Hier machte sich bereits das intensive Konditionstraining bezahlt, denn die Spieler waren deutlich besser in der Lage die Vorgaben umzusetzen, als noch in der Vorsaison ohne die entsprechende Vorbereitung. Nach schon zu diesem Zeitpunkt deutlich sichtbaren Fortschritten erfuhr das Training Ende des Sommers eine weitere Neuausrichtung: Begonnen mit grundlegenden individual- und mannschaftstaktischen Aufgaben arbeitete sich das Team kontinuierlich in Richtung Feinabstimmung voran. Großes Augenmerk legte das Trainergespann Ramezanali/Streiter auf flexible Zuspielvarianten und engagiertes Abwehrverhalten, da sich vor allem Letzteres in der vorangegangenen Spielzeit als Schwachpunkt entpuppt hatte. Nach Abschluss der Taktikphase im Herbst wollte es die Mannschaft wissen: Etwa 15 Freundschaftsspiele gegen Teams von Bezirks- bis Bayernliga verschafften den Erlangern Spielpraxis und gaben Gelegenheit, die zuvor isoliert trainierten Inhalte in den Spielbetrieb zu transferieren. Schon in dieser Phase durfte man Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonverlauf schöpfen, da sich die Mannschaft sehr gut verkaufte und als Highlight den ein oder anderen Sieg gegen deutlich höherklassige Teams einfahren konnte. Jedes Spiel wurde schließlich analysiert und an Hand der Ergebnisse das eigene Vorgehen verbessert. Unter diesen Voraussetzungen konnten die Herren I selbstbewusst in die Saison starten, über die Ergebnisse wurde die gesamte Spielzeit über ausführlich berichtet. Die Trainingseinheiten vor den Spieltagen waren immer auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten und ermöglichten so eine gezielte Vorbereitung. Die hohe Leistungsdichte innerhalb des Teams erlaubte es dem Trainergespann, sich nicht auf eine Standardsechs festlegen zu müssen: Nahezu für jeden Spieler konnte man auf einen ebenso starken Ersatz zurückgreifen. "Mein oberstes Ziel war ein harmonisches Leistungsniveau über die gesamte Mannschaft zu haben. Das ist uns sehr gut gelungen", so Trainer Ramezanali. In Verbindung mit der zu jedem Spieltag zur Verfügung stehenden Maximalbesetzung ermöglichte dies größte Flexibilität bei der Aufstellung und konnte Schwankungen in der Tagesform bestmöglich auffangen. Auf diese Weise hat die Mannschaft mit Aufstieg und Pokalsieg -dabei nur eine einzige Niederlage bei insgesamt mehr als 30 Spielen- nun das Höchstmögliche erreicht und ist mit dem Ausgang der Saison sehr zufrieden. Ohne jede Schwierigkeit hatte der TV die Liga zu jedem Zeitpunkt beherrscht und ist damit zu Recht in der kommenden Saison in der Landesliga zu sehen. Neben dem sportlichen Focus erforderte der Spielbetrieb ein hohes Maß an Organisation: Aufgaben wie Kommunikation mit anderen Mannschaften des Vereins, Schreiben der Spielberichte und Organisieren von Freundschaftsspielen wurden unter der Koordination von Trainer Ramezanali und dem Mannschaftsverantwortlichen Bernd Krause klar verteilt. "Das ganze Paket muss funktionieren, es reicht nicht wenn man nur gut spielt", so der Trainer. Damit war zu jeder Zeit ein nahezu reibungsloser Ablauf der internen Vorgänge gewährleistet. Das Ende der Saison 2009/2010 bedeutet gleichzeitig das Ende einer Ära: Trainer Hamed Ramezanali und Coach Peter Streiter müssen aus privaten Gründen ihre Posten abgeben. So ist der Abschluss auch mit ein wenig Wehmut verbunden: In den drei Jahren unter diesem Trainergespann stieg die Mannschaft zweimal auf und konnte zweimal den Pokalsieg erringen. Ramezanali resümiert: "Ich bin sehr froh und glücklich die Mannschaft trainieren zu dürfen. Es hat viel Spaß gemacht in dieser Mannschaft zu sein und zu der Entwicklung dieser Mannschaft etwas beitragen zu können. Ich habe tolle Jungs, die mir alle ans Herz gewachsen sind." Schon allein die Bilanz der letzten Jahre zeigt, wie sehr die Mannschaft vom Training in dieser Konstellation profitiert hat. Kaum einmal findet man eine so rasante Weiterentwicklung eines Teams. Deshalb gilt Hamed Ramezanali und Peter Streiter der besondere Dank der Mannschaft: Beide haben uns über lange Zeit durch Höhen und Tiefen begleitet und so manchem Spieler zu einem Quantensprung in der volleyballerischen Leistung verholfen. Ihr Engagement hat dazu geführt, dass das Training immer bestens besucht war und die Spieler zu keiner Zeit mit Motivationsproblemen zu kämpfen hatten. Da man aber keinesfalls den Einstieg in die Vorbereitung verpassen will, suchen die Herren I aus genanntem Grund nach wie vor dringend einen neuen Trainer, der bereit ist, die positive Entwicklung weiter zu führen und mit einem hochmotivierten, jungen Kader hoffentlich weitere große Erfolge zur erringen. TW |





