Herren I: Gelungene Revanche in Katzwang

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Die Herren I können sich über ein Traumergebnis am vergangenen Samstag freuen: Zwei glatte 3:0-Erfolge gegen die beiden Gastgeberteams aus Katzwang untermauern die sehr gute Position in der Tabelle und lassen die Verfolger weiter zurückfallen.

Nachdem das interne Katzwanger Duell in einem glanzlosen Spiel mit 3:0 zu Gunsten der ersten Riege zu Buche stand, war also der TV Erlangen gegen eben diese Mannschaft an der Reihe.

Trainer Hamed Ramezanali hatte seine Jungs schon im Voraus darauf eingeschworen, sich nur auf das eigene Spiel zu konzentrieren und unbeeindruckt jeglicher Aktivität auf der gegnerischen Seite konsequent das Gelernte der letzten Trainingseinheiten umzusetzen. Dementsprechend war schon nach den ersten Punkten klar, wer Herr im Haus ist. Obwohl bei den sehr beengten Verhältnissen in der Katzwanger Halle keine harten Aufschläge möglich waren, konnte der TV den Annahme-Riegel auf der anderen Seite trotzdem mit gefährlichen Jump-Floats unter Druck setzen. Auf diese Weise provozierte man viele Dankeball-Situationen, die die Mannschaft im Vorfeld intensiv trainiert hatte. In der Folge fand Katzwang I keine Mittel gegen den Erlanger Angriff, die Jungs am Netz konnten sich auf jeder Position nach Herzenslust austoben. Dies nahmen einzelne Spieler sehr wörtlich, so dass ein nach unzähligen Angriffen erschöpfter Adam Mletzko auf der Außenposition durch Thomas Wierer ersetzt werden musste. Mit frischen Beinen jedoch war der Schwung schnell wieder gefunden und die Erlanger Maschinerie lief wieder rund. Hervorzuheben ist der Erlanger Block: Die Abwehr blieb über weite Strecken arbeitslos, so eindrucksvoll stand die eigene Gummiwand. Besonders die Mittelblocker machten hier einen großartigen Job.

Zwischenzeitlich stand die Erlanger Mannschaft unter Schock: Bei einem Zusammenprall mit dem eigenen Mittelblocker während einer Blockaktion im zweiten Satz zog sich Zuspieler Leo Basel -wie sich später herausstellte- einen doppelten Mittelhandbruch zu. Für ihn musste also der bis dahin ausschließlich coachende Spielertrainer Hamed Ramezanali einspringen. Während Leo Basel auf dem Weg in die Klinik war, schwor sich das Team neu ein. Nach dieser Schrecksekunde sammelte sich das Team jedoch sofort wieder und spielte konsequent weiter das eigene Spiel. Der eingewechselte Zuspieler Ramezanali lief zur Höchstform auf und ließ den gegnerischen Block ein ums andere Mal ganz alt aussehen.

Auf diese Weise konnte der TV die drei Sätze mit jeweils großem Abstand mit 25:16, 25:18 und 25:16 völlig ungefährdet und in kürzester Zeit für sich verbuchen. „Wir waren in allen Belangen eine Klasse besser als der Gegner“, so Ramezanali. Damit konnten die Erlanger deutlich zeigen, dass die damals schmerzhafte Heimniederlage am ersten Spieltag in keiner Weise dem entspricht, was man vom TV erwarten kann und muss. Mit entsprechendem Coaching und einer aufmerksameren Schiedsrichterleistung hätten die Jungs das Spiel gegen Katzwang I damals schon für sich entscheiden können.


Im zweiten Spiel stand man schließlich der Katzwanger „AH“ gegenüber. Auch wenn viele Spieler freundschaftliche Beziehungen zu den Katzwanger Beachkollegen pflegen, wollten die TVler dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn auch hier galt es eine offene Rechnung zu begleichen: Noch beim Pokal im September musste man eine peinliche Niederlage hinnehmen. Schon vor Spielbeginn war klar, dass diese die schwerere der beiden Partien werden würde. Die große Erfahrung auf der gegnerischen Seite musste man ernst nehmen, zudem scheint das Erlanger Team seine Gegner regelmäßig zu Höchstleistungen zu motivieren. „Katzwang II ist für mich klar die bessere Mannschaft im Vergleich mit Katzwang I“, so Ramezanali.

Gleich im ersten Satz knüpfte der TV in gleicher Aufstellung an die hervorragende Leistung aus dem ersten Spiel an. Wie erwartet, wehrte sich Katzwang II jedoch deutlich mehr als die erste Mannschaft und konnte bis zur Mitte des Satzes mithalten. Am entscheidenden Punkt aber erhöhte Erlangen den Druck und setzte schließlich einen ungefährdeten Schlusspunkt unter Durchgang eins.
In Satz zwei geriet die Erlanger Konzentration kurzfristig ins Wanken: Gute gegnerische Aufschläge bei schlechter Annahme und daraus folgend nur halbherzige Angriffe bescherten dem Gegner zwischenzeitlich sogar eine 20:18-Führung. Mit dem taktischen Ersatz des nunmehr ebenfalls nahezu leergespielten Thomas Wierer auf der Außenposition durch Clinton Gilliland wendete sich jedoch das Blatt wieder zu Gunsten der Erlanger. Mit seiner herausragenden Dynamik konnte Gilliland fast im Alleingang Punkt um Punkt im Angriff aus dem Hinterfeld wie auch am Netz zu erzielen. So gelang es schließlich, den zweiten Satz mit 26:24 nach Hause zu holen.
Im dritten Satz war die altbekannte Konsequenz in Block und Angriff wieder gefunden, so dass sich am zweiten 3:0-Sieg für den TV nicht mehr rütteln ließ. „Wir mussten im 3. Satz fast nichts mehr abwehren, der Block war einfach gigantisch“, so Ramezanali.


Mit diesem Spieltag konnten die Erlanger Jungs beweisen, wie solide die Mannschaftsleistung im Regelfall aussieht. Trainer Ramezanali war begeistert: „Wir haben uns jetzt von Spieltag zu Spieltag in jeder Hinsicht gesteigert. Auch wenn es natürlich noch immer Verbesserungspotential gibt, war das sicher eine der konstantesten Leistungen der Mannschaft, die man aber auch erwarten kann.“ Die Revanche für die beiden Niederlagen gegen die Katzwanger Teams ist hiermit jedenfalls mehr als gelungen.

Durch zielorientiertes Training in den Vorwochen war es also möglich, Unsicherheiten abzustellen und eine ganze Menge Trägheit auf dem Spielfeld abzuschütteln. Diese Tendenz macht Mut und Lust auf die verbleibenden Spieltage. „Ich habe eine sehr harmonische Mannschaft mit einem gleichmäßig hohen Niveau. Schon der erste Wechsel auf der Außenposition hat gezeigt, wie schnell sich das Team neu zusammenfindet und mit kraftvollen Angriffen und Blockaktionen den Gegner weiter unter Druck setzt“, meint Ramezanali. Mit einem Schmunzeln konnten die Erlanger Jungs schließlich die Katzwanger Kinnladen auf ihrem Weg nach unten beobachten, als mit Clinton Gilliland die dritte Wechseloption im Außenangriff aufs Feld kam und die beiden Vorgänger auf dieser Position an Durchsetzungskraft beinahe noch übertraf.

Die Mannschaft wird nun weiterhin am Ball bleiben und hart arbeiten, damit die Ergebnisse auch in Zukunft so erfreulich aussehen. Ein Blick auf die Tabelle zaubert den TVlern im Moment ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht: Mit 14:4 Zählern ist man dem Spitzenreiter Eltmann dicht auf den Fersen, während Verfolger Trennfurt mit insgesamt bereits sechs verlorenen Spielen weiter zurückfällt. Nun geht die Mannschaft erst einmal in die wohlverdiente Weihnachtspause. Am 14.01.2012 steht dann der nächste Wettkampftag auf dem Programm. Gegen die momentanen Schlusslichter der Tabelle Haßfurt und Weißenburg werden die TVler auswärts in Weißenburg alles daran setzen, die Siegesserie fortzuführen und nichts anbrennen zu lassen.

Wir wünschen zuallererst unserem Zuspieler Leo Basel alles Gute und schnellstmögliche Genesung. Und natürlich allen Fans, Vereins- und Wettkampfkollegen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2012!

 

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